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Feierabend!

Vier Wochen Feldarbeit in wenigen Zeilen verpackt. Weit mehr wurde getan, erlebt, durchlebt, überstanden, gegessen und getrunken als sich hier widergeben lässt.

Nun waren wir schonmal im Hochland NW-Yunnans, ein paar Tage Urlaub waren also hier irgendwie von Nöten. Der heilige Kawagebo direkt um die Ecke, Tibet einen Steinwurf dahinter, irgendwie sollte sich damit doch was anfangen lassen.

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Es soll, wie um jeden heiligen Berg, einen Pilderpfad um ihn herum geben. Nach kurzer Internetzrecherche und Stop in dem sich derzeit in einem wundervoll chinesischem Modernisierungswahn befindlichen Dequen (der Ort wird einfach komplett abgerissen und parallel wieder neu aufgebaut!) ging es also los, irgendwo an den Mekong.

Dort waren (leider zu) schnell drei Jungs als Guides gefunden, die uns gerne auf die andere Seite des Berges, an den Nu Jiang bringen wollten. Unser Ziel war also, jeden der drei größten Flüsse des Osthimalaya zu sehen. Laut der Angaben im www sollte diese Tour mindestens 6 Tage dauern, die Jungs sprachen von 2en!? Nun ja, drei Stunden später stellte sich ca. alles mal wieder als Missverständniss heraus, wir mussten mehr Geld bieten, dann waren wir doch auf dem ausgeguckten Treck...

Es ging insgesamt alles viel schneller, in 3 1/2 Tage über 2 Pässe (4312 und 3561 Meter), rauf und runter (zwischendurch bis auf 2400m), durch allerfeinste Landschaften in denen man außer etwa 10 anderen Pilgern nur einige Hirten traf. Gedopt wurde mit Schweinereissuppe, ca. 18kg Gepäck auf dem Rücken (wir kamen ja gerade mit allem Firlefanz aus dem Felde) und "Georgasmen" (Prof. Eitel) am Fließband...image

Und unterwegs erfuhren wir, das mit dem Überschreiten des Donge Re La Passes Tibet erreicht wird! Upps. Hat dafür jemand ein Visum? Gibt es eine Grenzkontrolle im Niemandsland über 4000m? Gibt es eine Kontrolle bei der Rückkehr nach China/Yunnan? Nein, alles nicht! Heinrich Harrer ließ grüßen, beim Abstieg irgendwann allerdings auch die Blasen, der Rücken, der Sonnenbrand, die herrlichsten Ausblicke ins gelobte Land, größte Freude beim Einmarsch in ein Dorf nach 4 Tagen unter Plastikplanen im (N)irgendwo, und erst recht bei folgender Ankunft am Nu Jiang!

25.7.09 05:48
 



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